Eigentlich sind Kunst und Leben nicht zu trennen.

Oder vielmehr, das was den Menschen im

Wesen ausmacht und das was er täglich lebt.

Bei Britta Wahlers gibt es keinen Unterschied

zwischen dem, was sie tun sollte und dem, was sie wirklich tut.

Es geht im Leben nicht um Pflicht.

 

Es geht im Leben um Leben

 

Für Britta zählt das Echte. Beim Menschen ist es nicht wichtig,

was er hat und vor sich herträgt,

sondern ob er nett ist. Ob er sich sehen lässt, oder ob er sich verstellt.

So ist sie schon aufgewachsen. Entsprechend dem multikulturellen

Zuhause von Kindesbeinen an war es dann kein weiter Weg zur Kunst:

Zu dem, was den Menschen wirklich antreibt.

 

„Unverschämt sein“

 

So abwechslungsreich wie ihr Werdegang ist auch ihr Schaffen. „Ich mache nie das Gleiche,“ sagt sie. Einfach, weil das langweilig wäre. „Und durch die vielen verschiedenen Arbeiten schaffe ich es, auch einmal unverschämt zu sein.“ Das Unerwartete tun – und somit überraschen.

Und das schon als kleines Kind, wo sie mit den verschiedensten Sachen experimentierte.

 

Einfach von selbst. So war es auch in den zwei Monaten bei den

Buschmännern, das Volk der San in der Kalahari, für das sie sogar von der Schule beurlaubt wurde.

 

Reisen des Lebens

 

Obwohl sie die Ethnologie nicht akademisch vertiefte, sondern freie bildende Kunst, Kunstpädagogik, Kunsttherapie und Medienkunst studierte, so floss ihre besondere Wahrnehmung des Menschen und der Natur doch immer mit ein. Auch ein halbes Jahr in Südamerika war sie auf der Suche nach indigenen Völkern. Im Anschluss arbeitete sie lange als Reiseleiterin, was sie in alle möglichen Länder quer durch Europa brachte. Hier entdeckte sie die Freude daran, Menschengruppen zu führen und anzuleiten. Ihre jüngsten persönlichen Reisen führten sie nach Patagonien, Südtirol, Tschechien, Schottland, Rumänien, Polen, Azoren und Island.

 

 

Doch eines war immer die Konstante: Die Kunst verlangt immer wieder nach ihrem Recht. Obwohl sie leidenschaftlich gerne unterwegs ist, neue Länder und neue Völker entdeckt, zieht es sie doch immer wieder in ihr Atelier auf ihrem Bauernhof im Bayerischen Wald. Hier ist sie zuhause mit ihren beiden Jungs Felix und Niels. Hier arbeitet sie seit Jahrzehnten als Kunstlehrerin und Dozentin.

 

Hier fließt alles zusammen.

 

Hier entstand die Idee zu „Woidart“.